Bitcoin ETF: Welcher Effekt ist zu erwarten?

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Die Emission eines ersten Bitcoin-ETF ist derzeit bei allen Tradern von Kryptowährungen im Gespräch. Wird die US Securities and Exchange Commission (SEC) endlich einen Bitcoin ETF zulassen? Sehen wir uns das mal gemeinsam an...

Was war noch mal ein ETF?



ETF ist die Abkürzung für Exchange Traded Funds (börsengehandelter Fonds).
ETF, auch „Tracker“ genannt, sind börsennotierte Finanzprodukte, die Veränderungen eines Index oder verschiedener Basiswerte (nach oben sowie nach unten) nachbilden. Sie können in Echtzeit an den Märkten gekauft oder verkauft werden und bieten den Anlegern einen einfachen, direkten und günstigen Zugang zu Anlagen auf einen kompletten Börsenindex oder Korb von Finanzprodukten.

Der ETF ist ein sehr praktisches Produkt, denn anstatt alle Aktien eines Index zu kaufen und Broker- und Depotgebühren zu zahlen, muss der Anleger nur ein einziges Wertpapier erwerben. Ein weiterer Vorteil des ETF besteht darin, dass die Verwaltungsgebühren drei- bis viermal niedriger als bei herkömmlichen Fonds sind.

Es gibt verschiedene Arten von ETF: Einige Fonds kaufen die zugrunde liegenden Vermögenswerte tatsächlich, während andere sie mit mehr oder weniger komplexen Finanzprodukten verbinden.

ETF bieten einen vereinfachten Zugriff auf die passive Verwaltung, um die Wertentwicklung eines Benchmark-Index abzubilden. Zwischen dem ETF und dem Index besteht jedoch nach wie vor ein Performance-Gefälle. Die Managementmethode mit dem niedrigsten Spread ist die synthetische Nachbildung, aber der Anleger muss ein zusätzliches Kontrahentenrisiko stemmen und erhält keine Dividenden.

Eine ausführlichere Erläuterung finden Sie in diesem Post: Was versteht man unter einem ETF? Börsen-Tracker

Bitcoin-ETF - ein Novum?



Die Idee, ETF aufzulegen, die den Wert von Bitcoin abbilden, ist nicht neu... Der erste ETF, der von einer offiziellen Finanzbehörde zugelassen wurde, war der schwedische Bitcoin Tracker One, der von XBT Provider entwickelt wurde und seit Mai 2015 an der Nasdaq Nordic notiert. Seitdem wurde jedoch für viele ETF eine Zulassung bei der SEC beantragt. Kürzlich lehnte die SEC neun Anträge für Bitcoin-ETF ab. Diese Anträge wurden von ProShares, GranitShares und Direxion eingereicht.

Anfang August 2018 beschloss die US-amerikanische SEC, ihre Entscheidung über die Notierung des börsengehandelten VanEck- und SolidX Bitcoin-Fonds auf den 30. September 2018 zu vertagen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Markt auf die Zulassung durch die SEC vorbereitet ist...

Warum lehnt die SEC die Zulassung von Bitcoin-ETF ab?



Die SEC führte in ihrer Mitteilung jeweils die gleiche Begründung an:
„Die SEC missbilligt diese vorgeschlagene Regeländerung, da die Börse, wie wir im Folgenden feststellen werden, den Verpflichtungen aufgrund der Geschäftsordnung der SEC nicht nachgekommen ist, um nachzuweisen, dass ihr Vorschlag den Anforderungen des Bundesgesetzes 6 (b) (5) entspricht, insbesondere der Anforderung, dass die Regeln einer nationalen Wertpapierbörse so angelegt sein müssen, dass sie betrügerische Praktiken verhindern.“

Wie die SEC erläutert, basiere ihre Entscheidung nicht auf dem Wert oder der Technologie von Bitcoin als Innovation oder Anlage, sondern auf „unzureichende Resistenz gegen Kursmanipulation“.

Die SEC kündigte ferner an, dass Anleger durch einen Exchange Traded Fund (ETF) zwar größeren Schutz genießen können, dass aber die Vorteile gegen andere Überlegungen abzuwägen seien:
„Die SEC erkennt an, dass der Handel mit einem bitcoinbasierten ETF an einer Börse im Vergleich zum Handel an ungeregelten Bitcoin-Märkten einen zusätzlichen Schutz für die Anleger bieten kann, aber der Rat muss sich vergewissern, dass dieser potenzielle Aspekt jeder der geltenden Anforderungen des Bundesgesetzes über den Börsenhandel entspricht."

Wie würden sich Bitcoin-ETFauf den Kurs von Bitcoin auswirken?



Bitcoin-Fonds werden neue Akteure mit reichlich Liquidität am Kryptowährungsmarkt versorgen.

Derzeit stehen traditionellen Finanzakteuren nur Bitcoin-Future-Kontrakte zur Verfügung, die jedoch nicht den tatsächlichen Kauf von Bitcoins beinhalten. Bitcoin-ETF könnten naturgemäß die Marktliquidität erhöhen und Unternehmen, die sie verwalten, die Möglichkeit eröffnen, ihren Kunden eine neue, allseits bekannte Anlage anzubieten.

Die Komplexität des Erwerbs von Kryptowährungen macht es traditionellen Anlegern schwer, die Umstellung auf diesen neuen Markt und die neuen Instrumente zu bewältigen. Zum Erwerb von Altcoinsmuss man sich auf verschiedenen unbekannten Plattformen anmelden, sein Geld auf Bankkonten - manchmal Offshore-Konten - überweisen, darauf achten, dass man nicht Opfer eines Hacker-Angriffs wird, mehrere Transfers von Kryptowährungen vornehmen, um schließlich Kryptowährungen in einer Wallet zu besitzen.

Eine Zulassung durch die SEC würde vom Markt insgesamt als gute Nachricht aufgenommen und dürfte dank der gestiegenen Bitcoin-Nachfrage eine kräftige Erholung der Kurse ermöglichen.

Frage: Glauben Sie, dass die SEC je einen Bitcoin-ETF absegnen wird?
Ich gehe vielmehr davon aus, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die SEC „grünes Licht“ gibt...

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